Battlefield Hardline – ein Mod für 60 Euro

Battlefield Hardline. Ein starker Name. Schon alleine durch den enormen Erfolg der Serie in den vergangen Jahren. Aber nutzt der neue Titel nur eben diesen starken Namen um ein wenig Geld in die Kasse zu schwemmen?

Grundsätzlich liest sich die Ankündigung von Battlefield Hardline sehr gut:

EINE AUFREGENDE NEUE BATTLEFIELD-WELT
Die Multiplayer-Welt folgt einfachen Regeln. Du stehst entweder auf der einen Seite des Gesetzes oder auf der anderen – Gummiknüppel oder Baseballschläger, Stungun oder Flinte, Polizeitruck oder Transporter. Teamwork ist in dieser neuen Variante des Battlefield-Multiplayers auf jeden Fall entscheidend, wenn du den perfekten Überfall schaffen oder eine Verhaftungswelle ohnegleichen starten willst.

Also anstatt zweier Nationen, die sich auf ausladenden Karten mit allerlei schwerem Gerät bekriegen, das klassische Räuber und Gendarme Spiel mit den Möglichkeiten der Frostbite Engine. Hört sich gut an! Das würde ich gerne testen. Gesagt getan, denn glücklicherweise bekam ich eine Einladung für die Closed Beta.

 

Aus dem Browser in die Schlacht

Genau wie bei Battlefield 3 und 4 logt man sich aus dem Browser heraus über das „Battlelog“ in das Spiel ein. Es stehen zwei Spielmodi zu Auswahl: „Blood Money“ und „Heist“. Bei ersterem handelt es sich um einen Ableger des klassischen „Capture the Flag“, bei welchem in der Mitte der Karte ein großer Haufen Geld liegt und beide Teams so viel Geld wie möglich aus eben dieser Mitte in ihre Basis befördern müssen. Der Clou an der Sache ist, dass die Spieler nicht nur ihr Geldvorräte aus dem neutralen Pott in der Mitte schöpfen können, sondern auch die vom Gegner bereits erbeuteten Scheine wieder zurück klauen können. Im Spielmodus „Heist“ müssen zwei „Packages“ von den Schurken aus gepanzerten Fahrzeugen gestohlen werden und an feste Orte der Karte gebracht werden. Im Gegenzug wollen das die Gesetzeshüter natürlich verhindern.

Jetzt kommt aber der fast schon verdächtige Beigeschmack an dieser ganzen Sache: Es macht Spaß und funktioniert reibungslos. Man steigt in eine Runde ein, findet sich sofort in den Bedienelementen zurecht, wählt eine Klasse und Ballert los. Auch die Klassenwahl fällt einem nicht schwer. Es gibt die altbekannten vier Klassen aus Battlefield, nur eben ein wenig umbenannt – Aus Assault wird Operator, aus Engineer Mechanic, der Supporter wird zum Enforcer und der Recon zum Professional. Sonst bleibt alles beim alten. Eventuell kommen noch andere Gadgets zu den Klassen hinzu, aber in der Beta konnte ich noch keine Veränderung entdecken. Und es bleibt nicht nur bei den Klassen. Wie schon erwähnt hat sich am UI kaum etwas verändert. Auch die Karte kommt einem erstaunlich bekannt vor. Es ist eben alles, von der Spielmechanik über das Flugverhalten der Helis, bis hin zur Default-Tastenbelegung identisch zu Battlefield 4. Bis auf die Models und einige Texturen.

Und es ist zwar gut, dass das Studio Viscerals wohl sehr viel Hilfe von Dice bekommen hat, denn alles an der Beta funktioniert ohne Probleme, aber genau da hat sich bei mir auch wieder ein Funke Vergangenheit gerührt. Denn früher musste man so einen Mod nicht teuer bezahlen! Früher haben sich Fans des Spiels zusammengetan um sich nach Jahren (jaa! Jahre) der Spielfreude eine Abwechslung, oder Verbesserung für ihr geliebtes Spiel zu bauen. Und das meistens für nichts weiter als eine gehörige Portion Anerkennung der Community. Heute wird aus einem Mod, der technisch so gut wie alles vom Mutterspiel übernimmt ein eigenständiges Spiel, welches sich für 60 €, respektive 70 € für die „Deluxe Version“ verkauft.

Und genau das werde ich dieses Mal nicht tun. Ich werde zumindest nicht vorbestellen. Für 20 €, wie bei anderen Mods, die gerade auf den Markt kamen,  hätte ich es mir vielleicht anders überlegt. Aber das geht zu weit.

Oder gibt es vielleicht doch bald das „Battlefield 4 DLC – Hardline“?

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