BenQ XL2411Z – 144 Hertz Gaming Monitor

Immer wieder hört man, dass Videospiele ab 30 Frames pro Sekunde vom menschlichen Auge als flüssig gesehen werden. Im Grunde ja, allerdings funktioniert das menschliche Auge nicht wie eine Kamera. 144 Hertz lohnen sich!

30hz? 60hz? 144hz?

Gerade nach dem erscheinen der „Next-Gen“ Konsolen ist ein regelrechter Hype um Frameraten über 60 Hertz entbrannt. Denn was der geneigte PC-Spieler schon länger weiß, ist dass die in Filmen benötigte Bildwiederholungsfrequenz von 24 bis 30 Bilder pro Sekunde bei Spielen nicht ausreicht um ein wirklich flüssiges Spielerlebnis zu gewährleisten. Die meisten PC Monitore aktualisieren 60 mal pro Sekunde das angezeigte Bild – 60 Hertz. Schafft es nun die Hardware das Spiel mit 60 mehr Bildern pro Sekunde darzustellen wird genau diese Frequenz von 60 Hertz ausreichend bedient und es entsteht ein als flüssig wahrgenommenes Bild. Aber was ist, wenn die Hardware noch leistungsfähiger ist und mehr Bilder pro Sekunde berechnen kann? Entweder man benutzt Technologien wie V-Sync und synchronisiert die vom Rechner berechneten Bilder pro Sekunde mit der Frequenz des Monitors, oder man wählt die Lösung für Enthusiasten und besorgt sich einen Monitor mit einem schnelleren Panel. Und genau hier kommt ein 144hz Monitor ins Spiel!

Photo by BenQ - 144hz Monitor

Photo by BenQ

Wie oben schon mit den 60hz beschrieben, verhält es sich mit einem 144hz Monitor genauso. Wenn die Hardware leistungsfähig genug ist 144 Bilder Pro Sekunde zu berechnen, dann können diese vom Monitor auch dargestellt werden. Jedoch profitiert ein 144hz Monitor auch von FPS zwischen 60 und 144. Ein solcher Monitor lohnt sich also schon, wenn der PC mehr als 60 Bilder pro Sekunde darstellen kann. Auch ist es erst ab 120hz möglich Inhalte in 3D darzustellen. Hierauf werde ich in diesem Artikel jedoch nicht eingehen, da ich es durch mangelndem Interesse an 3D nie getestet habe.

Ein 144hz Monitor in der Praxis

Falls man sich nun also ein entsprechendes Gerät anschaffen möchte sollte man vorher prüfen, ob sich die Anschaffung für die eigene Hardware lohnt. Denn die Verwirrung kann schon bei den Kabeln anfangen. Denn alles unter HDMI 2.0 und Dual-Link DVI kann kein 144hz an den Monitor liefern. Display Port und alles ab HDMI 2.0 und Dual-Link DVI ist kompatibel.

200px-DVI_Connector_Types.svg

Sollten die möglichen Anschlüsse vorhanden sein, muss auch noch der Rest der Hardware mitspielen. Der beste Monitor nützt nichts, wenn Spiele nicht in entsprechend hohen Bildwiederholungsraten laufen.

 

Gibt es Nachteile?

Ist das jedoch alles gegeben und man möchte alle seine schönen Bilder pro Sekunde auch auf dem Monitor bewundern steht dem Erlebnis nichts mehr Wege. Oder doch? Hat das ganze denn etwa Nachteile? Leider ja. Durch die Verwendete Panel Technologie muss auf ein wenig Farbtiefe und Farbechtheit verzichtet werden. Denn fast immer werden für 144hz Monitore TN Panel verwendet, da IPS Panels die schnelle Wiederholunsrate nicht schaffen. Jedoch sind diese Nachteile mittlerweile nicht mehr so stark vertreten, wie noch vor ein paar Jahren. Wer also einen Monitor für Bildbearbeitung oder sonstige farbsensitive Anwendungen sucht, sollte lieber die Finger von Gaming Monitoren lassen.

 

Der BenQ XL2411Z im Test

Mein 144hz Monitor der Wahl war der XL2411Z von BenQ. Mit 24″ Größe und Full-HD Auflösung entspricht er meinen Vorlieben. Es gibt jedoch aus der gleichen Reihe noch weitere Modelle in anderen Größen und mit einem anderen Umfang an Zubehör. Ich halte persönlich nicht besonders viel von 4K und daher tut es ein Full-HD Monitor sehr gut. Ein 144hz Monitor in 4k müsste schon von einem echten Monster an PC mit Bildern versorgt werden um auch nur ansatzweise die 144 Bilder pro Sekunde ausnutzen zu können.

Der Monitor kommt sehr gut verpackt und ohne unnützes Zubehör. Ein Dual-Link DVI Kabel war dabei, hier muss man sich also keine Sorgen machen. Die Verarbeitung ist mehr als robust, was man bei Preisen ab 269 Euro auch erwarten kann. Er ist höhenverstellbar und drehbar. Den Standfuß kann man super als Ablage für Kleikram nutzen.

Was nach dem Anschließen (und dem Umstellen der Bildwiederholungsfrequenz im Betriebssystem!) als erstes Auffällt, ist die enorme Helligkeit des LED Backlights. Das muss es auch haben, denn ohne diese Helligkeit würde man einiges an Qualität beim Darstellen von 3D Inhalten verlieren. Wem das zu hell ist, kann die Helligkeit auch nachregeln. Was sich meines Erachtens lohnt, ist das nutzen der „Low Motion Blur“ Funktion von BenQ. Es kann zwar ein subjektiver Eindruck sein, aber Bewegungen wirken doch schärfer. Was dann kommt, kann sich jeder denken: Ein schnelles Spiel gestartet und erst mal schauen ob man den Unterschied merkt. Und man merkt ihn. Gerade bei Shootern wirkt es einfach deutlich „einfacher“ den Bewegungen zu folgen. Es ist sicherlich kein Werkzeug um kinderleicht in Multiplayer spielen besser zu werden. Aber das ist eine Gaming-Maus auch nicht. Und trotzdem möchte ich auch nicht mehr auf meine Maus verzichten.

Ich nutzte den Monitor jetzt etwas über ein Jahr und ich habe in dieser Zeit scheinbar auf keinem anderen Rechner gespielt, denn als ich letztens „gezwungen“ wurde auf einem 60hz Monitor zu spielen, wurde mir ganz anders. Es ist hier wie bei vielen Dingen. Man vermisst sie erst wenn man sie nicht mehr hat.

Amazon: BenQ XL2411Z 61 cm (24 Zoll) 3D LED Monitor (HDMI, DVI-DL, VGA, 1ms Reaktionszeit) schwarz/rot

Fazit

Für Spieler mit entsprechender Hardware und dem Drang Equipment auf Enthusiasten Niveau zu nutzen, ist ein 144hz Monitor schon fast Pflicht. Ich möchte meinen nicht mehr missen. Auch für 3D könnte es sich lohnen. Er lohnt sich jedoch in meinen Augen noch nicht für 4K, da dort die benötigte Hardware für die Bildwiederholungsfrequenz einfach noch nicht erschwinglich ist. Aber hey, wer sich 3 GTX Titan X zulegt kann die 300 Euro für den Monitor auch noch verkraften.

Leave a Comment.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.